Terve!
Wie ihr vielleicht schon gehört habt, bin ich am 2. Januar Vater geworden.
Unserem Sohn geht es gut. Er liegt mit Minna noch im Krankenhaus und ich hole beide am morgigen Samstag ab.
Im nächsten Eintrag komme ich noch einmal näher draufzusprechen.
In diesem Eintrag werde ich über meine Weihnachtserfahrung in Finnland sprechen.
Da Finnland ja als die Heimat der Weihnachtsmannes gilt, ist es nicht sehr weit hergeholt, dass Weihnachten (in Finnland "joulu" genannt) tief in der finnischen Kultur verwurzelt ist. Sogar der Dezember ist hier in Finnland der Weihnachtsmonat (Joulukuu).
Am Samsteg, dem 22. Dezember fuhren wir mit dem Zug nach Ylivieska, wo wir von Minnas Stiefvater abgeholt wurden. Am 23. Dezember fuhren wir dann nach Oulu um Minnas Bruder abzuholen. Am Abend des 23. Dezembers wird traditionell der Weihnachtschinken (Kinku) in den Ofen geschoben. Wir hatten ganze 13kg Kinku, dazu noch um die 10 kg Rentier (porro).
Während in Deutschland das traditionelle Festtagsessen am 25. stattfindet, wird in Finnland schon am 24. getischt. Man muss sagen, dass alle drei Tage fast nur gegessen wird. Am Morgen des 24. wird Milchreis gegessen. Im Milchreis wird ein Mandel versteckt. Wer ihn finden, dem soll im darauffolgendem Jahr das Glück hold sein. Nachdem der Milchreis verzehrt wurde, geht das Zubereiten der anderen 1000 (übertrieben) Speisen los. Zum Glück wird sich in Minnas Familie auf Fleisch speziallisiert. Neben dem Fleisch gab es Kartoffeln, Fisch und Salate. Beim traditionellen finnischen Joulumahl gibt es noch Rossoli (ne Art Salat mit sauren Gurken, Möhren, roter Bete, Eiern, Zwiebeln und Äpfeln), Maksalaatikko (Leberauflauf mit Preiselbeermarmelade), Porkkanalaatikko (Möhrenauflauf), Lanttulaatikko (Kohlrübenauflauf) und viele andere Speisen.
Bevor wir zu essen begannen, besuchten wir die savusauna (Rauchsauna) im Garten.
Nachdem Essen kam dann auch schon joulupukki (Weihnachtsmann) und verteilte Geschenke. Dannach begann das fröhliche Beisammensein mit sehr viel!!!! Alkohol. In Finnland wird zu Weihnachten unheimlich viel getrunken. Minnas Stiefdad schaute mich komisch an, als ich kein Bier mehr trinken wollte.
Da ich Minnas Mum und ihren Stiefvater ne Shisha zu Weihnachten schenkte, rauchten wir dann in der Nacht (ca um 2 Uhr) dann auch draussen ne Shisha. Es war um die -15°C warm.
Den Rest vom Weihnachtsfest verbrachten wir mit Langweilen und sinnlos mitn Auto rumfahren. Wir besuchten ein paar Freunde und aßen den Rest des Weihnachtsmales.
Joulu